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Sandra Barmettler
Web- & Mediapublisherin
 
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26.09.2018

Kategorie: Trends


Bildlegenden beantworten Fragen – und machen Lust auf mehr

 

Zwei Menschen können dasselbe Bild völlig unterschiedlich interpretieren – je nach kulturellem Hintergrund, persönlichen Erlebnissen, Alter, aktueller Befindlichkeit. Bildlegenden verhindern Missverständnisse, wecken Aufmerksamkeit und machen einen Artikel erst komplett.

 

 Bilder werfen immer Fragen auf. Sogar vermeintlich «selbsterklärende» Bilder können falsch gedeutet werden.

 

Bilder werfen immer Fragen auf. Sogar vermeintlich «selbsterklärende» Bilder können falsch gedeutet werden.

 

 

Was ist eine Bildlegende?

  • Eine gute Bildlegende kann zum Lesen des gesamten Textes animieren.
  • Eine Bildlegende verhindert Fehlinterpretationen.
  • Eine Bildlegende beantwortet Fragen.
  • Eine Bildlegende ist eine Dienstleistung für die Leserinnen und Leser.
  • Bildlegenden sind keine simplen Bildbeschriebe.

 

 

Wer ist das? Warum spielt der Mann Klavier unter freiem Himmel? Warum liegt da ein Holzbrett? – Fragen, welche die Leserschaft beantwortet haben möchte.

 

Wer ist das? Warum spielt der Mann Klavier unter freiem Himmel? Warum liegt da ein Holzbrett? – Fragen, welche die Leserschaft beantwortet haben möchte.

 

 

 

Warum braucht es Bildlegenden?

Jedes Bild löst sofort Fragen aus: Wer ist abgebildet? Was passiert hier und warum? Wo spielt sich die Sache ab? Wer diese Fragen in einer kurzen Legende beantwortet, wertet nicht nur das Bild auf, sondern legt auch einen Köder aus: Eine gute Bildlegende verführt den Leser dazu, den ganzen Artikel zu lesen – weil er mehr wissen will. Ohne Legende lässt man den Betrachter im Ungewissen. Die meisten Leserinnen und Leser überfliegen Texte nur oder lesen quer, die wenigsten nehmen sich die Zeit, einen Bericht von Anfang bis Ende durchzulesen. Ebenso wenig sind sie bereit, fehlende Informationen zu einem Bild aus dem Text herauszusuchen. So wird ein Bild rasch falsch gedeutet – und noch rascher wird weitergeblättert.

 

 

Wie der Berg im Hintergrund heisst, weiss ja nun wirklich jeder! Sicher? Bleibt eine weitere Frage: Wie heisst die Ortschaft, in der man einen so tollen Blick auf das Matterhorn geniessen kann? 

Wie der Berg im Hintergrund heisst, weiss ja nun wirklich jeder! Sicher? Bleibt eine weitere Frage: Wie heisst die Ortschaft, in der man einen so tollen Blick auf das Matterhorn geniessen kann?

 

 

Was gehört zu einer guten Bildlegende?

Beim Verfassen einer Bildlegende ist es hilfreich, sich die sogenannten W-Fragen zu stellen: Wer? Was? Wo? Wann? Warum? Wie? Welche?

 

Zum Beispiel:
Wen oder was sehe ich da? Und wo?
Was wird gemacht?
Warum wird das gemacht?
Wer macht was für wen?

 

Dabei ist zu beachten: Eine Legende soll kein Bildbeschrieb sein, sondern Zusatzinformationen liefern, die sich nicht bereits offensichtlich aus dem Bild erschliessen.

 

 

 

Beispiel einer schlechten Bildlegende: Es wird geschweisst. – Ja, danke, das ist offensichtlich.
Besser: Martin schweisst die zugeschnittenen Stahlprofile zum Grundgerüst der Pergola zusammen.

 

 

 Platzierung der Bildlegenden

Der beste Platz für eine Bildlegende ist direkt unter dem Bild. Notfalls kann man auch mit Ziffern und einer Legendenleiste arbeiten. Nie aber sollte die Bildlegende aus Platznot weggelassen werden.

 

 

Die Bildlegende wird am besten in unmittelbarer Nähe zum Bild platziert. So werden Bildlegenden fast immer gelesen.

 

Die Bildlegende wird am besten in unmittelbarer Nähe zum Bild platziert. So werden Bildlegenden fast immer gelesen.

 

 

Eine Alternative ist das Durchnummerieren der Bilder und Legenden. Der Nachteil: Der Blick des Betrachters muss ständig zwischen den Bildern und den zugehörigen Legenden hin- und herhüpfen. Diese Variante sollte deshalb nur sparsam eingesetzt werden. Sie ist aber besser als gar keine Legende.

 

Eine Alternative ist das Durchnummerieren der Bilder und Legenden. Der Nachteil: Der Blick des Betrachters muss ständig zwischen den Bildern und den zugehörigen Legenden hin- und herhüpfen. Diese Variante sollte deshalb nur sparsam eingesetzt werden. Sie ist aber besser als gar keine Legende.

 

 

Mein Fazit

Ein Text in einem Magazin oder auf einer Website unterliegt immer demselben Blickverlauf: Zuerst werden die Bilder angeschaut und mit ihnen – falls hoffentlich vorhanden – die Bildlegenden. Erst anschliessend wird der Titel gelesen, gefolgt von Lead, Kästchen und schliesslich, wenn das Interesse immer noch gross genug ist, dem Haupttext. Mit diesem Wissen gilt für mich: Bildlegenden sind ein Muss. Auch Bilder, die selbsterklärend zu sein scheinen, erhalten mit einer Legende einen Mehrwert.

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