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Erwin Bucheli
Marketing-Berater / Projektleiter
 
041 318 34 61
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12.09.2018

Kategorie: Online-Marketing


Und ewig lockt das Abenteuer

 

Kürzlich lockten mich die Red Bull Cliff Diving World Series 2018 ins beschauliche Sisikon, ein Urner Dorf mit 375 Einwohnern. 13'499 Personen verfolgten dieselbe Idee und wurden Zeugen von unzähligen Salti und Schrauben der weltbesten Klippenspringer. Der Anlass war nicht nur ein Sport-, sondern auch ein echtes Marketing-Spektakel. Was mir beim Event und beim Marketing von Red Bull besonders aufgefallen ist, lesen Sie in diesem Blogartikel.

 

 

 

Adrenalin und Extremsport – und ewig lebt der Superheld

 

Beim Cliff Diving stürzen sich Athleten von den Klippen, zeigen spektakuläre Salti und Schrauben und bohren sich mit bis zu 87 km/h (!) in den Urnersee. Eine extreme körperliche und mentale Belastung. Willkommen in der Welt der Helden, in der Welt von Red Bull. Ob Klippenspringer, Stratosphären-Bezwinger, Formel-1-Weltmeister oder Wildwasserkanu-Fahrer – sie alle prägen das Bild des personifizierten Superhelden. Die Extremsport-Sponsorings ziehen sich wie ein roter Faden durch die Geschichte von Red Bull und halten den Mythos am Leben. Und hier liegt in meinen Augen auch der Kern der Marke. Für einen Moment dem Alltag entfliehen, aus einer monotonen Welt ausbrechen, das sind Nutzen und Versprechen von Red Bull.

 

Spannendes Detail: Die Finals wurden von einer Alphornbläserin festlich eingeläutet. Auf der Plattform thronend und vor eindrücklicher Kulisse stehend, entzückte sie das Publikum mit einem Song. Schweizer Volksmusik und Red Bull werden eindrücklich kombiniert, sehr sympathisch.

 

 

 

  

 

Grenzen sprengen – Gegensätze schaffen Spannung

 

Apropos Gegensätze: Auch die Tanzperformance «Flying Bach» fällt in diesen Bereich. Das Werk verbindet Breakdance mit modernem Ballett, das zu einer elektronischen Adaption von Johann Sebastian Bachs «Das Wohltemperierte Klavier» gespielt wird. Gegensätze schaffen Spannung und prägen den Mythos. Grenzen werden gesprengt – alles ist möglich.

 

 

 

 

Lokale Prägung

 

Trotz Weltkonzern und Internationalität setzt Red Bull gerade im Eventbereich durchaus auf Regionales. Besonders aufgefallen ist mir das Red Bull Alpenbrevet, bei welchem Tausende von Töfflis über die Innerschweizer Alpen tuckern. 2018 fand bereits die 9. Ausgabe statt, über 1200 Töffli-Fans nahmen teil. Gar die Miss Alpenbrevet, das schönste Töffli, wird gekürt – mit klingenden Namen wie «Born to be wild», «Black Beauty» oder einfach «S'Grüene». Sie sehen: Kein Hochleistungssport und kein Adrenalin, aber es wird mit Gegensätzen gespielt. Kult und Gepflogenheiten stehen im Vordergrund – die guten alten Zeiten leben hoch.

 

 

 

 

Mein persönliches Fazit

 

Über das Getränk (6,302 Milliarden Dosen im Jahr 2017 verkauft) und den immer extremer werdenden Extremsport kann man sich streiten. Im Marketing steht Red Bull für mich sinnbildlich dafür, dass Konsumenten heute keine Produkte, sondern eben Emotionen und Gefühle kaufen. Das geht nur über Geschichten und starken Content – Red Bull ist mit einem eigenen TV-Channel, Sponsorings und Live-Events absolut führend und ein Vorbild für Content-Marketing.

 

Wie kommt RedBull bei Ihnen an? Wir sind gespannt auf Ihre Meinung und Ihren Kommentar.

Kommentare (1)
Kaufmann Bruno schrieb am 21.09.2018Lieber Herr Bucheli, ich teile ihr Fazit über Redbull nicht: Inhaltlosigkeit so penetrant zu zelebrieren, wie es Redbull tut, macht Redbull für mich nicht zum Vorbild für CONTENT-Marketing. Herzlich Bruno Kaufmann


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