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Martin Hegglin
Bereichsleiter Marketing und Verkauf
 
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02.11.2016

Kategorie: Trends


Mobile Payment: eine Marktübersicht

 

Die Goldgräberstimmung im Internet ist vorbei. In vielen Unternehmen herrschen Unsicherheit und Zweifel, ob und wie im Internet Geld zu machen ist. Aber wieso eigentlich? Eine im Frühjahr publizierte Studie des Versandhandels (VSV), der Marktforscher GfK und der Schweizerischen Post weist aus, dass in der Schweiz für 7,2 Milliarden Franken online geshoppt wird. Welche Chancen bietet das für ein KMU?

 

 

 

 

 

 

Ist Online-Shopping im Trend?

 

Und wie! Sicher, es gibt Waren und Dienstleistungen, die sich besonders gut übers Internet verkaufen lassen, und andere, die weniger gefragt sind. Immer mehr Anbieter versuchen deshalb, die Vorteile von Online und On Site zu kombinieren: Bestellen in der Nacht, Abholen am Tag, wo es passt. Oder Im Netz bestellen, vor Ort anprobieren und was nicht gefällt gleich zurückschicken (Collect Lounge der Migros im Shoppingcenter Welle 7, Bern). Oder Lieferung gleichentags, wenn eine Online-Bestellung vormittags platziert wird.

 

Damit wird Online zum attraktiven Kanal, mit dem immer mehr Nutzer vertraut sein werden. Die Hemmschwelle, im Internet einzukaufen, wird sinken.

 

 

Mobile Bezahlsysteme beflügeln

 

Doch jetzt wird’s beim Einkassieren kompliziert, unübersichtlich und vielfältig. Neben der gängigen Kreditkarte gibt es diverse weitere Zahlsysteme, zum Teil auch Prepaid. Und dieser Markt – besonders bei den mobilen Systemen – ist stark ist Bewegung. Als einer der Ersten besetzte PayPal dieses Feld. eBay kaufte PayPal im Jahre 2002 und machte es zum wichtigsten Bezahlmittel der Auktionsplattform. Schnell erreichte PayPal eine weltweite Verbreitung und hat auch in der Schweiz gut Fuss gefasst. PayPal kann heute sowohl für geschäftliche als auch private Transaktionen genutzt werden.

 

 

Wer aber dominiert in der Schweiz?

 

Hierzulande gibt es mehrere mobile Bezahlmöglichkeiten. Die wohl bekannteste ist TWINT. Hinter TWINT steht die Postfinance (in Kooperation u.a. mit Migros, Coop, Brack.ch). Das Konkurrenzprodukt diverser Banken (u.a. UBS, Raiffeisen, einige Kantonalbanken), der Swisscom und der SIX Payment Services heisst Paymit. TWINT und Paymit werden Anfang 2017 zum (neuen) TWINT zusammengehen und dann der grösste Schweizer Anbieter von mobilen Zahlungslösungen sein. Der Vorteil ist, dass er plattformübergreifend für Android- und Applegeräte funktionieren wird und für sehr viele Kunden eine direkte Anbindung an ihr Bankkonto möglich macht. Damit werden Onlineshopping, Bezahlen an Ladenkassen sowie schnelle und einfache Transaktionen zwischen Privatpersonen oder Unternehmen ermöglicht.

 

Im Weiteren gibt es diverse Lösungen, die das Bezahlen bei bestimmten Anbietern (z.B. Migros App, SBB App) oder den schnellen Geldtransfer sowie eCommerce ermöglichen (z.B. Postfinance App, MUUME oder SwissWallet). 

 

 

Und international?

 

Auch ausserhalb der Schweiz wird eifrig um mobile Bezahldienste gebuhlt. Fast jeder Anbieter von mobiler Kommunikationstechnologie entwickelt ein eigenes Produkt. Bereits in der Schweiz angekommen ist Apple Pay. Wer ein Apfel-Handy der neueren Generation hat oder eine AppleWatch am Handgelenk trägt, kann den Service seit Juli nutzen – sofern sein Kreditkartenunternehmen Apple Pay unterstützt. Da viele Banken jedoch auf TWINT setzen, sind sie im Augenblick nicht bereit, dies zu tun. Es zeichnet sich jedoch ab, dass diese Front bröckelt, da die Bank Linth und die Swisscard AECS GmbH ihre Karten autorisieren.

 

Apple Pay ist nur der Vorreiter. Andere Anbieter (z.B. Android Pay, Samsung Pay, Alipay und IBM Pay) werden den Markt sicher im Auge behalten und zu gegebener Zeit ihre Dienste ausweiten.

 

 

Wie kann ein KMU davon profitieren?

 

In Kombination mit den immer vielfältiger werdenden Zahlungsmöglichkeiten – die zum Teil sehr unkompliziert in eine Website eingebunden werden können – bin ich überzeugt, dass auch KMU interessante Wege finden, ihre Produkte, Dienstleistungen und ihr Know-how im Internet anzubieten. Insbesondere, da dank einfacher Handhabung auch das Micro-Payment stark zunehmen wird.

 

Einen aktuellen Überblick über den Zahlungsverkehr in der Schweiz und in Europa ist unter www.iso-20022.ch zu finden. Da gibt es auch weitere Informationen zum neuen Einzahlungsschein, der ab 2018 die bestehenden schrittweise ablösen wird.

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