TwitterFacebookCallback


Armin Barmet
Kommunikationsspezialist
 
041 318 34 34
a.barmetbag.ch
Newsletter abonnieren

29.06.2016

Kategorie: Kommunikation


Wie Sie pragmatisch zu guten Texten kommen

 

Viele Menschen haben ihre liebe Mühe damit, qualitativ ansprechende Texte zu verfassen. Genau das wird im beruflichen Kontext aber von ihnen verlangt. Im Geschäftsalltag bleibt meist zu wenig Zeit, Kompetenzen von Grund auf aufzubauen. Wir sind gezwungen, pragmatische Wege einzuschlagen. In diesem Beitrag lesen Sie, wie diese aussehen könnten.

 

 

 

Ist es Ihnen auch schon so ergangen, dass Ihre beruflichen Fähigkeiten und Ihr Bildungsstand mit Ihrer Schreibkompetenz gleichgesetzt worden sind? Wenn ja, sind Sie in guter Gesellschaft. Im Berufsleben ist nämlich eine Tendenz zu diesem Vergleich festzustellen. Dahinter steht eine zweite, diesmal allerdings zu begrüssende Entwicklung: die zunehmende Relevanz sogenannter Soft Skills in der Personalsuche. Eine dieser Soft Skills ist die Methodenkompetenz, also die Fähigkeit, geeignete und effiziente Arbeitstechniken zu beherrschen und einen gefüllten Rucksack an Grundfertigkeiten mitzubringen. Das Know-how, auf einem ansprechenden Niveau Texte verfassen zu können, ist ebenfalls in diesen Rucksack gepackt.

 

Es wäre also ein Kampf gegen Windmühlen, der oben erwähnten Tendenz zur Gleichsetzung entgegenzuwirken. Vielmehr sollten Sie an Ihrer Schreibkompetenz arbeiten oder einen pragmatischen Weg wählen, zu gefälligen und korrekten Texten zu kommen. Dazu fünf leicht und schnell umsetzbare Tipps.

 

 

 

Schwächen kennen und entschärfen

 

Seien Sie ehrlich mit sich selber. Das heisst auch: Schätzen Sie Ihre Schreibkompetenzen realistisch ein. Wenn Sie Ihre Schwächen kennen, können Sie gezielt an ihnen arbeiten und sie zumindest ein Stück weit entschärfen. Oder Sie wissen, was Sie selber leisten können und wo Sie sich helfen lassen müssen. Oft ist es so, dass Schreibende häufig die gleichen Fehler machen – weil sie sich falsche Schreibweisen angewöhnt haben. Hier kann eine Liste der Stolperfallen, ergänzt mit den verbesserten Varianten, sinnvoll sein.

 

 

Einfache Hilfsmittel nutzen

 

Es gibt zahlreiche Helfer, die Ihnen im Kampf gegen Rechtschreibmängel beistehen. Aktivieren Sie die Rechtschreibprüfung Ihres Programms. Nutzen Sie Online-Wörterbücher (z.B. www.duden.de). Etwas hemdsärmelig, eben pragmatisch: Testen Sie Schreibvarianten mit der Suchmaschine im Internet. Sie dürfen jedoch nicht davon ausgehen, dass die häufigste Variante automatisch die richtige ist. Ein Blick auf die Website ist zu empfehlen. Sie sollte von einem seriösen, professionellen Anbieter stammen.

 

 

So einfach wie möglich formulieren

 

Die durchschnittliche Satzlänge eines längeren Textes sollte nicht über 15 Wörtern liegen, wurde mir in meiner Ausbildung eingebläut. Ein geeigneter Richtwert, wie ich finde. Nur kurze Hauptsätze formulieren würde den Text jedoch langweilig machen. Die Satzlänge beeinflussen können Sie, indem Sie bei Formulierungen kürzere Varianten vorziehen. Statt «zur Diskussion stellen» schreiben Sie also besser «vorschlagen», und das Problem wird «gelöst» statt «einer Lösung zugeführt». Generell zu vermeiden sind komplizierte Satzkonstruktionen mit verschachtelten Nebensätzen. Hier gilt: Lesende müssen den Satz mit einmal Durchlesen verstehen.

 

 

Ressourcen im Betrieb anzapfen

 

Vielleicht haben Sie in Ihrem Betrieb eine eigene Kommunikationsabteilung. Oder Sie wissen von den überdurchschnittlichen Schreibfähigkeiten einer Arbeitskollegin. Oder haben extern einen verschwiegenen Joker. Relevante Texte sollten Sie jedenfalls von jemandem gegenlesen lassen, der etwas von der Materie versteht. In zeitgemäss organisierten Teams sollten solche gegenseitigen Hilfestellungen selbstverständlich sein. Sie können sich ja dann revanchieren, wenn Ihr Spezialwissen gefragt ist.


 

Durchlesen und vorlesen

 

Wenn Sie Ihren fertigen Text vor der Freigabe ein- oder zweimal durchlesen, verhindern Sie schon mal die peinlichen Flüchtigkeitsfehler. Noch wirkungsvoller ist die Methode, sich den Text laut vorzulesen. Laut deshalb, weil Sie sich dann zwingen, das Lesetempo zu drosseln. Und Sie werden an fehlerhaften Stellen ins Stocken geraten.

 

 

Unterschätzen Sie die Wirkung nicht, die ein guter oder eben schlechter Text auslösen kann. Es lohnt sich daher, sich einige individuell angepasste und ohne viel Aufwand umsetzbare Methoden anzueignen, um zu befriedigenden Ergebnissen zu kommen. Wie lösen Sie diese Herausforderung? Wir sind gespannt auf Ihr Feedback.

 

Kommentare (0)


Zur ÜbersichtMehr Artikel dieses AutorsMehr Artikel dieser Kategorie

Teilen Sie uns Ihre Meinung oder Anfrage mit


Gerne ergänzen wir unsere Beiträge mit Ihren Meinungen und Kommentaren.