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Sabine Oettrich
Online-Marketing-Spezialistin
 
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13.01.2016

Kategorie: Online-Marketing


Facebook ist tot. Es lebe Facebook!

 

Facebook wird gerne totgesagt. Die Begeisterung für das anfänglich so gehypte soziale Netzwerk sinkt. Werbung auf der Plattform sei ineffektiv, reklamieren Unternehmen. Zudem würden junge Menschen scharenweise das Netzwerk verlassen und zu anderen Kanälen wechseln. Der Kritik stehen über 1,5 Milliarden aktive Facebook-Nutzer auf der ganzen Welt entgegen – Tendenz steigend. Ist das Kommunikationstool also Schnee von gestern oder birgt es weiterhin hohes Potenzial?

 

Im Jahr 2015 nutzten rund 3,55 Millionen Schweizer das soziale Netzwerk. Immerhin ein Plus von vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch weltweit steigt die Zahl der aktiven User nach wie vor. Die Schweizer Facebook-Version wird ausserdem in diesem Jahr um neue Funktionen erweitert, die bislang nur in den Vereinigten Staaten bzw. mit der englischen Sprachversion verfügbar waren. Dazu gehören eine neue App für Facebooknachrichten sowie eine Live-Video-Funktion. Neben Google ist Facebook eine der bekanntesten Onlinemarken. Nichts zu spüren also vom Niedergang des Internetgiganten. Ein Blick auf das Nutzungsverhalten kommender Generationen schürt allerdings Zweifel daran, ob Facebook auch langfristig eine Erfolgsgeschichte bleiben kann.

Junge Nutzer verlassen Facebook

Die umworbene Generation Y – junge Menschen zwischen 15 und 35 Jahren, eine besonders beliebte Zielgruppe  – tummelt sich längst auch auf anderen Plattformen. Gerade jüngere Nutzergruppen bis 20 Jahre ziehen sich in die Sphären privater Kommunikation zurück. Auch wenn die Userzahlen insgesamt steigen – für Personen unter 30 Jahren scheint Facebook tatsächlich immer weniger wichtig zu sein. Stattdessen wird die Social-Media-Plattform durch andere Kommunikationsdienste ersetzt oder zumindest ergänzt. Die Zahlen der 20- bis 30-jährigen Schweizer Facebooker stagnieren, das Wachstum passiert in den Altersgruppen ab 30 Jahren. Besonders schnell wächst dabei die Gruppe der Silver Surfer: Nutzer ab 50 Jahren. Diese überholten im letzten Jahr erstmals ihre 40- bis 49-jährigen Mitnutzer. Kurz gesagt: Die Mehrheit der Schweizer Facebook-User ist über 30 Jahre alt.

Mit Facebook wichtige Zielgruppen erreichen

Ist Facebook also nunmehr ein «alter Hut», der zur Geschichte der sozialen Plattformen gezählt werden sollte? Keineswegs. Mit Facebook können Sie erwachsene Menschen erreichen – das heisst berufstätige und potenziell zahlungskräftige Personen. Zudem sollte eines nicht vergessen werden: Auch wenn junge Menschen sich zunehmend andere Kommunikationswege suchen, sind in der Schweiz noch immer fast 1,4 Millionen von ihnen auf Facebook unterwegs. Nach wie vor bietet der Kommunikationsdienst viel Potenzial, um verschiedenste Zielgruppen zu erreichen. Facebook hat sich längst zum professionellen Marketingtool entwickelt, mit dem spezifische Nutzergruppen gezielt umworben werden können.

Facebook gehört zu unserem Alltag

Der Like-Button hat sich zu einem unverzichtbaren Element auf Websites etabliert und ist längst ein fester Bestandteil der Popkultur geworden. Vor allem: Facebook ist Alltag. Facebook ist Normalität. Kein Wunder, denn das Unternehmen begleitet uns seit mittlerweile über 10 Jahren. Am Frühstückstisch wird die Timeline gecheckt, Familien halten über Facebook Kontakt, die Gotte postet zum Geburtstag einen Strauss Blumen, Wanderfreunde und Autofans finden in Facebookgruppen Gleichgesinnte. Spätestens wenn die erste Freundschaftsanfrage von der Mutter kommt und das Grossmami den Status ihres Enkels kommentiert, wird klar, wie selbstverständlich der Umgang mit dem sozialen Tool geworden ist. Und wie unsexy das Netzwerk deshalb für Heranwachsende ist.

Wo die jungen Nutzer zu finden sind

Wer primär jugendliche Nutzer ansprechen möchte, sollte sich tatsächlich auch auf anderen Social-Media-Kanälen umsehen. Und zwar auf solchen, die – im Gegensatz zu Facebook – noch nicht von älteren Nutzern überschwemmt werden. Die Schwierigkeit liegt auf der Hand: Sie müssen sich auf soziale Channels einlassen, mit denen Sie nur wenig vertraut sind. Zu den Lieblingsplattformen der Generation Y und Z gehören Kanäle wie Snapchat, Instagram, Tumblr, YouTube oder Reddit. Noch nie gehört? Fragen Sie doch mal Ihre Kinder oder Enkel nach deren Social-Media-Aktivitäten. Die genannten Dienste können zudem allesamt mit einem kostenlosen Account genutzt werden.

 

Empfehlung

Gutes Marketing bedeutet, die richtigen Menschen mit den richtigen Mitteln anzusprechen. Wer erfolgreich für seine Produkte oder Dienstleistungen werben möchte, muss deshalb vor allem seine Zielgruppe genau kennen. Besteht die fokussierte Zielgruppe massgeblich aus Personen über 30 Jahren, dann ist Facebook eindeutig das Tool der Wahl, um regelmässig Botschaften an seine Kunden zu übermitteln und mit diesen in Kontakt zu kommen. Facebook ist keineswegs ein «alter Hut», sondern zu einem professionellen und effektiven Kommunikations- und Werbemittel geworden. Nutzen Sie das Potenzial der Plattform, auf der Sie direkt und unkompliziert mit (potenziellen) Kunden ins Gespräch kommen können.

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