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Melanie Gerber
Art Direction
 
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06.09.2017

Kategorie: Design & Interactive


Leserlichkeit steht an erster Stelle

 

Bei unserer Medienvielfalt ist es immer wichtiger geworden, Texte so aufzubereiten, dass sie rasch erfasst und leicht gelesen werden können. An vorderster Stelle steht dabei die Leserlichkeit. Nachfolgend fünf Kriterien, die bei der Schriftwahl berücksichtigt werden müssen, um Freude am Endprodukt zu haben.

 

 

 

 

 

Die Schriftwahl

 

Wer denkt, das Angebot an Schriften sei bei Microsoft Word vollständig, den muss ich leider enttäuschen. Die Schriftenvielfalt ist einiges grösser, dies dank Plattformen wie Fontshop oder Myfonts, um nur zwei zu nennen. Nebst der Herkunft der Schrift ist aber viel wichtiger, welche Schrift ich für mein Projekt auswähle. Für ein Plakat greife ich auf andere Schriften zurück als für ein Buch. Ein trendiges Magazin mischt mehr Schriften als eine Tageszeitung. Die Beurteilungskriterien sind sehr umfangreich und würden einen weiteren Blogartikel füllen.

 

 

Die Zielgruppe

 

Ich achte also bei der Wahl der Schriftart zuerst, für was ich sie einsetze. Zweitens frage ich: An wen richtet sich der Text, wer wird ihn lesen? Ein Kinderbuch verlangt nach einer grösseren Schrift als ein Roman. Einen Infoflyer für Sehbehinderte behandle ich anders als ein Programmheft für ein Open Air. Es ist darum entscheidend, zu wissen, wer das fertige Produkt zu lesen bekommt. Nicht jeder Jahrgang kann Texte gleich gut erfassen.

 

 

 

Die Schriftfarbe

 

Um einen Text leserlich zu gestalten, kommt es auch auf die Schriftfarbe an. Gewöhnlich setzen wir einen Lesetext in Schwarz. Für eine Überschrift darf es aber auch mal farbig sein. Wichtig ist grundsätzlich, dass Farbkombinationen so gewählt werden, dass die Wörter gut leserlich sind. Flimmerkontraste sollten vermieden werden, denn sie strengen die Augen beim Lesen an. Auch sollte an Menschen mit einer Sehschwäche gedacht werden: keinesfalls also grünen Text auf eine rote Fläche stellen, weil diese Kombination nicht von allen gelesen werden kann. Vorsicht ist auch geboten, wenn Texte auf Bilder platziert werden. Zu unruhige Hintergrundbilder wirken sich negativ auf die Leserlichkeit aus.

 

 

 

 

Der Bedruckstoff

 

Auch der Bedruckstoff oder das Trägermedium spielt eine entscheidende Rolle. Bedrucke ich ein glattes Papier, können auch feine Strichstärken einer Schrift noch gut gelesen werden. Wähle ich aber ein Naturpapier, saugt dieses die Druckfarbe mehr auf. Die Buchstaben könnten dann bei zu klein gesetzten Zeilen ineinanderfliessen. Nebst den Varianten für das Medium Papier gibt es auch optimierte Schriften für den Gebrauch am Bildschirm. Hier sollten die Schriften nicht zu klein gewählt werden, denn sonst treffen wir auf das gleiche Problem mit den ineinanderfliessenden Buchstaben. Dies weil die Schrift auf das Pixelraster des Bildschirms gelegt wird.

 

 

Die Umgebung

 

Die Umwelt beeinflusst die Leserlichkeit eines Textes ebenfalls. Wird dieser bei Tageslicht gelesen oder etwa bei Kerzenlicht in einem Restaurant? Je besser die Lichtquelle ist, desto einfacher kann ich etwas lesen. Zudem spielt es eine Rolle, in welchem körperlichen Zustand ich mich befinde. Bin ich müde, lesen sich längere Texte schwerer, als wenn ich topfit bin. Auch längeres Lesen am Bildschirm kann ermüdend sein. Hier spielt zusätzlich die Helligkeit des Bildschirmes eine Rolle.

 

 

Empfehlung

 

Schriften sollten sorgfältig ausgewählt und aufs Produkt abgestimmt werden. Die Schriftwahl immer 1:1 vergleichen mit dem Produkt, das am Ende vorliegen soll, denn am Bildschirm wirkt eine Schrift anders als gedruckt. Auch ist es hilfreich, sich nicht gleich von Anfang an auf eine Schrift festzulegen, sondern Schriften zu vergleichen.

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