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Martin Hegglin
Bereichsleiter Marketing und Verkauf
 
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17.05.2017

Kategorie: Trends


Als Elektropionier in der Schweiz unterwegs

  

Seit das SBB-Green-Class-Projekt läuft, bin ich auf das Thema Elektromobilität sensibilisiert und Teil einer kleinen Gemeinschaft, die diese Technologie bereits heute aktiv nutzt. So klein, wie man vielleicht denken mag, ist sie allerdings gar nicht. Hier ein kleiner Erfahrungsbericht, wie man sich als Elektropionier fühlt.

 

 

E-Bike – schon heute für jedermann

 

Wenn ich von Pionier und Elektromobilität spreche, meine ich den privaten Verkehr mit dem Auto. Wir allen sehen ja die täglich wachsende Zahl von E-Bikes, die sich auf unseren Strassen befinden. Im gleichen Masse, wie die Anzahl Fahrräder steigt, nehmen die Anschaffungskosten ab – und die Reichweiten zu. Bei den E-Bikes hat der interessierte Kunde heute die Wahl zwischen verschiedenen Produkten für verschiedene Ansprüche.

 

 

Der kleine, aber entscheidende Unterschied

 

Etwas anders präsentiert sich die Situation bei den Autos. Zwar gibt es auch hier schon etliche Hersteller und eine ansprechende Auswahl an Modellen. Ebenfalls gibt es unterschiedliche Technologien. Eine Kombination von Elektro- und Benzinantrieb ist schon von diversen Marken im Programm oder mindestens in Planung. Hier gibt es Hybridfahrzeuge, die je nach Fahrsituation den geeigneten Antrieb nutzen, oder Autos, die lediglich einen sogenannten Range-Extender für Elektronotfälle bieten. Beide Varianten greifen also auf einen Verbrennungsmotor zurück, wenn die Batterieladung nicht ausreicht, und können daher vom bestens ausgebauten Tankstellennetz profitieren. Wie aber präsentiert sich die Situation bei den rein elektrisch angetriebenen Fahrzeugen?

 

 

 

 

Andere Länder, andere Parkplätze. Aber auch in Baku, der Hauptstadt von Aserbaidschan, ist E-Mobilität ein Thema.

 

 

Immer noch etwas für Pioniere

 

Mein BMWi3 schafft bei warmem Wetter und entsprechender Fahrweise mit einer Batterieladung 240 bis maximal 260 Kilometer. Für den täglichen Gebrauch reicht das. Was aber, wenn die Temperaturen etwas tiefer sind, das Wetter regnerisch ist und ich eine längere Distanz mit Navi fahren muss? Nebenverbraucher beeinflussen die Reichweite spürbar. Licht, Klima, Sitzheizung, Navigation und Bordunterhaltung sind mitentscheidende Faktoren für die maximale Fahrstrecke. Entsprechend gut will eine solche Fahrt geplant sein.

 

 

Ladestationen sind (fast) wie Überraschungseier

 

Ein flächendeckendes Netz von Ladestationen gibt es in der Schweiz noch nicht. Mit Hilfe des Internets oder diverser Apps für das Smartphone lassen sich aber viele Ladestationen finden. Leider ist es aber so, dass es keinen einheitlichen Standard für das Nutzen dieser Stationen gibt. Einige stellen Gratisstrom zur Verfügung, andere können mittels Handy oder Kreditkarte freigeschaltet werden, wieder andere stehen nur Mitgliedern gewisser Netzwerke zur Verfügung. Das heisst also: Auch bei der Routenplanung muss ich genau hinschauen, ob ich eine Station nutzen kann oder nicht.
Ein weiteres Kriterium sind die Ladekapazitäten. Auch hier gibt es verschiedene Varianten. 3,7 kW, 11 kW, 20 kW, 22 kW oder 50 kW sind die gängigen Leistungen. Die Leistung hat einen entscheidenden Einfluss auf die Ladezeit und auf die Planung einer Reise. Je geringer die Leistung, je länger die Ladezeit. Last, but not least ist das Kriterium der Verfügbarkeit wichtig. Auch wenn alles zu passen scheint, besteht immer noch die Unsicherheit, ob die Station auch wirklich frei und intakt ist, wenn ich sie brauche. Und wenn nicht? Dann ist es schön, wenn man sich einen Plan B zurechtgelegt hat.

 

 

Fazit:

 

Nach drei Monaten als Mobilitätspionier ziehe ich aber trotz allem eine positive Bilanz. Das Projekt bewährt sich. Und nach anfänglichen Reichweitenproblemen mit dem BMW bin ich nun sehr zufrieden. Ich bin aber auch gespannt, wie es sich entwickelt, wenn im Herbst die Temperaturen wieder sinken. Steigt dann der Adrenalinspiegel wieder?

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